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 Wo
die Musik zu «Lohengrin» skizzenhaft Gestalt annahm,
befindet sich eine von weltweit vier erhalten gebliebenen authentischen,
museale Wohnstätte Richard Wagners. In Graupa, auf halbem Weg zwischen Dresden-Pillnitz und Pirna inmitten einer
einmaligen Kulturlandschaft gelegen, erlebte der damals 33-jährige Komponist einen Sommer voller Erholung und
Schaffensinspiration. Die Spuren dieses Aufenthaltes sind allgegenwärtig. Ob im so genannten Lohengrinhaus,
einem ehemaligen Bauerngut, in dem Wagner zwei Wohnräume bezog, die heute in rekonstruierter Form zu besichtigen
sind, ob in der Dauerausstellung über die Dresdner Jahre, ob im Schlosspark mit dem Richard-Wagner-Kulturpfad,
einem Informationsweg, der auf 20 Tafeln über Lebensstationen Wagners informiert und vorbei führt an einer
Wagnerbüste und dem auf einem Teich schwimmenden (Lohengrin-) Schwan - allerorten erlebt der Besucher eine
tiefe Begegnung mit dem Phänomen Richard Wagner.
Die Dauerausstellung «Wagner und Dresden» informiert
anhand von historischen Noten-, Bild- und Schriftdokumenten über Wagners Tätigkeit als königlich-sächsischer
Kapellmeister und gestattet Einblicke in die künstlerischen und politischen Auseinandersetzungen der Zeit bis hin zu seiner Teilnahme am Dresdner Maiaufstand von 1849 und die Flucht in die Schweiz, was wesentlichen Einfluss auf Wagners musiktheater-praktisches Schaffen und seine Züricher Kunstschriften
erlangen sollten. Außerdem wird über den Kollegen- und Freundeskreis
informiert. Somit öffnet sich ein universeller Blick auf das ganze Jahrhundert, dessen größtes künstlerisches
Genie Richard Wagner war.
Im nur 5 km entfernten Liebethaler Grund ist das - durch die Einbeziehung der zur Kulisse stilisierten
Sandsteinfelsen - monumentale Richard-Wagner-Denkmal von Richard Guhr zu besichtigen.
Achtung! Seit Anfang 2009 werden Sicherungsarbeiten am Dach des Graupaer Jagdschlosses durchgeführt.
Nach
einer Sanierung des Hauses wird hier zukünftig eine moderne und erweiterte Ausstellung zu Richard Wagner und Dresden zu
erleben sein, mit Verweisen auf die Bedeutung seiner Böhmenaufenthalte auf sein musikalisches Frühschaffen.
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